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LYCOCARD - Einleitung Teil 1

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LYCOCARD ist ein von der EU gefördertes integriertes Projekt (6. Rahmenprogramm), das seit April 2006 erforscht, welche Rolle Lycopin bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen einnimmt.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs sind die Haupt-Todesursachen in Europa und anderen Industrieländern. Lycopin ist ein Pflanzenfarbstoff, der u. a. in Tomaten vorkommt, dem in Europa am zweit-häufigsten verwendeten Gemüse. Verschiedenste epidemiologische Studien lassen die Annahme zu, dass Lycopin maßgeblich vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs schützen kann. Die Lycopin-Gehalte in Tomaten und Tomatenprodukten und die positiven Eigenschaften des Lycopins sind jedoch bisher nicht ausreichend verknüpft.

LYCOCARD ist ein von der EU gefördertes integriertes Projekt (6. Rahmenprogramm), das seit April 2006 erforscht, welche Rolle Lycopin bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen einnimmt. Um die Zusammenhänge von Ernährung und Gesundheit zukünftig besser verstehen zu können, wird dabei die gesamte Nahrungskette berücksichtigt und der gesamte Weg „vom Acker auf den Tisch“ betrachtet.

Das multidisziplinäre, fachgebietsübergreifende Konsortium des LYCOCARD-Projektes (15 Partner aus sechs Ländern), das sich aus Wissenschaftlern, Technologen und Patientenorganisationen zusammensetzt, möchte insbesondere folgende Punkte klären: Auswirkungen technologischer Prozesse auf Lycopin, Wechselwirkungen verschiedener Inhaltsstoffe, molekulare Aspekte bei der Aufnahme und dem Metabolismus von Lycopin sowie Wirkungen von Lycopinisomeren und Lycopinmetaboliten in biologischen Systemen.

Die gewonnenen Informationen sollen dazu führen, dass Ernährungsrichtlinien verbessert und gesunde neue Lebensmittel aus Tomaten und anderen Lycopinquellen entwickelt werden können. Durch diese neuen Ernährungsrichtlinien werden Verbraucher dabei unterstützt, Nahrungsmittel auszuwählen, die auf ihr persönliches Risikoprofil zugeschnitten sind.

LYCOCARD wird so nicht nur die Gesundheit der europäischen Verbraucher verbessern und dadurch die Kosten der Gesundheitssysteme senken, sondern ebenfalls das Fachwissen auf diesem Gebiet maßgeblich erweitern.

Durch die gesteigerte Nachfrage nach gesundheitsförderlichen Tomatenprodukten und anderen neu entwickelten gesunden Lebensmitteln wird außerdem die Position der europäischen Lebensmittelindustrie gestärkt. Die Forschungstätigkeit in den ersten drei Jahren verlief sehr vielversprechend in einer guten Arbeitsatmosphäre.

Zukünftige Artikel informieren über Ergebnisse und Fortschritte des Projektes.